Führung auf Distanz: Wie du dein Team erfolgreich aus der Ferne führst

Kontrollierst du noch oder vertraust du schon?

Die virtuelle Führung von Teams ist in den meisten Unternehmen spätestens seit der Corona-Pandemie nicht mehr wegzudenken. Inzwischen ist es in vielen Firmen gang und gäbe, dass die Mitarbeiter*innen einen oder mehrere Tage pro Woche im Homeoffice arbeiten.

Diese Veränderung stellt nicht nur die Teams, sondern auch die Führungskräfte vor ganz neue Probleme. In diesem Blogartikel erfährst du, vor welchen Herausforderungen du dich in Acht nehmen solltest und wie dir Führung auf Distanz erfolgreich gelingt.

Was ist Führung auf Distanz?

Führung auf Distanz (oder: Distance Leadership, Remote Leadership) ist die Führung von Personen ohne direkten persönlichen Kontakt. Die Teams arbeiten also virtuell zusammen, sitzen aber (grösstenteils) physisch an unterschiedlichen Orten.

Welche Herausforderungen bringt die Führung auf Distanz mit sich?

  • Die nonverbale Komponente der Kommunikation geht verloren. Dadurch kann es schneller zu Fehlinterpretationen, Missmut und Demotivation kommen.
  • Die Teammitglieder*innen arbeiten isoliert voneinander, wodurch es schwieriger wird, tiefe Beziehungen aufzubauen.
  • Die virtuellen Teams sind vollkommen abhängig von der Technologie und ihrer Verfügbarkeit.
  • Smalltalk, beiläufiger Informationsaustausch und spontane Problemlösungen finden nur noch selten statt.
  • Führungskräfte haben es deutlich schwerer, die Leistung ihrer Mitarbeiter*innen zu beurteilen.
  • Gerade für misstrauische Führungspersonen ist diese Form der Zusammenarbeit besonders herausfordernd. Denn Führung auf Distanz funktioniert nur dann erfolgreich, wenn dem Team eine gehörige Portion Vertrauen entgegengebracht wird.

 

5 wichtige Tipps für eine erfolgreiche Führung auf Distanz

1. Vertrauen ist das A und O

Da Führungskräfte und Mitarbeiter*innen nicht mehr im selben Raum (oder Gebäude) arbeiten, ist Vertrauen die absolute Basis für eine erfolgreiche Führung auf Distanz. Das kann ich nicht oft genug betonen. 

Die Frage ist: Wie kannst du eine vertrauensvolle Arbeitsatmosphäre schaffen?

Indem du deine Mitarbeiter*innen mit einbeziehst. Frag sie, wie sie sich ihre Arbeit vorstellen. Welche Wünsche sie haben. Wie ihrer Meinung nach eine reibungslose Teamarbeit gelingen kann. Welche Tools sie für die Kommunikation am hilfreichsten finden. Hol dir immer wieder Feedback ein und vermittle deinen Teammitglieder*innen, dass du sie und ihre Bedürfnisse ernst nimmst. Sprich ausserdem auch darüber, welche Vorstellungen und Erwartungen du im Gegenzug an deine Mitarbeiter*innen hast.

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    Sonja Rogenmoser

    2. Lege im nächsten Schritt klare Kommunikationsregeln fest

    Denn wenn diese Regeln fehlen, sind Missverständnisse vorprogrammiert. Kläre mit deinem Team, welche Infos über welche Kanäle kommuniziert werden sollen. E-Mails eignen sich zum Beispiel nicht, um ausführlich über ein Thema zu diskutieren. Wichtige Entscheidungen sollten immer in Video-Calls besprochen werden. Sorge ausserdem (wenn möglich) für regelmässige Kommunikation in der “realen” Welt, da nur hier auch die nonverbalen Komponenten wahrgenommen werden können. 

    4. Stärke das Wir-Gefühl

    • Dieser Punkt wird in den Unternehmen – je nach Zeit, Budget und anderen Faktoren – auf ganz unterschiedliche Weise umgesetzt. Wichtig ist vor allem, dass du deinem Team die Möglichkeit gibst, regelmässig virtuell oder offline zusammenzukommen.


      Hier einige Beispiele:


      • Führe jedoch Montagmorgen ein virtuelles Teammeeting durch, in dem jeder erzählt, wie sein Wochenende war, wie es ihm geht und welche Aufgaben diese Woche anstehen.
      • Schliesse die Woche mit einem gemeinsamen Video-Call ab, in dem jeder von seinen Höhen und Tiefen der Woche berichtet.
      • Lade dein Team regelmässig zu digitalen Spielen ein.
      • Veranstalte monatlich ein digitales Frühstück, um das Gemeinschaftsgefühl und die Beziehungen im Team zu pflegen.

      Wichtig: Für welche Methode du dich auch entscheidest – achte darauf, alle aus deinem Team einzubinden – gerade diejenigen, die eher schweigsam sind. Animiere deine Mitarbeiter*innen ausserdem dazu, über die eigentlichen Aufgaben hinaus miteinander zu kommunizieren. Denn häufig entstehen genau in solchen lockeren Runden neue Ideen oder Visionen.

     

    5. Gib deinen Mitarbeiter*innen regelmässig Feedback

    Beim Führen auf Distanz ist es (genauso wie im “normalen” Arbeitsalltag auch) wichtig, dass du die Erfolge deiner Mitarbeiter*innen würdigst. Gib ihnen regelmässig Feedback und erkenne ihre gute Arbeit an. Manchmal reicht hier ein motivierendes „Gut gemacht“ im Chat, manchmal ist der persönliche Call die bessere Wahl. 

    3. Etabliere eine (produktive!) Meeting-Kultur

    Was ist der grösste Zeitfresser im Arbeitsalltag?

    Richtig. Meetings.

    Gleichzeitig sind Meetings unglaublich wichtig, um virtuelle Teams bei Laune zu halten. Komplett darauf zu verzichten, wäre fatal. Damit die Meetings effizient ablaufen, gilt es also, einen Plan zu machen. Überlege, in welchem Rhythmus Meetings Sinn machen und lege bereits im Voraus einen groben Zeitplan fest. Lass jedoch Raum für Spontanität, falls du merkst, dass zu einem Thema doch mehr Redebedarf besteht.

    Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Umsetzen meiner Tipps und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit deinem Team.

    Virtuelle Grüsse
    Deine Sonja

    Wer ist Sonja Rogenmoser?
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    Mein Name ist Sonja Rogenmoser. Ich verfüge über mehr als 16 Jahre Führungserfahrung in verschiedenen Branchen, Teams und in Zusammenarbeit mit verschiedensten Führungskräften. In meinem Blog biete ich Tipps, Anleitungen und Beispiele für alle Führungskräfte oder die, die es werden wollen was es heisst, intuitiv zu führen. Zudem begleite ich in meinen Mentorings Führungskräfte dabei, durch intuitive Führung voller Leichtigkeit und mit weniger Alltagsstress, gemeinsam mit ihren Teams die Unternehmensziele zu erreichen.
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