Die 5 Wahrnehmungskanäle – und wie sie dich und dein Team beeinflussen

Weisst du, welcher Wahrnehmungstyp du bist?

Der Mensch hat fünf grundlegende Wahrnehmungskanäle: Sehen (visuell), Hören (auditiv), Fühlen (kinästhetisch), Schmecken (olfaktorisch) und Riechen (gustatorisch).

Diese Sinne kennst du sicher bereits. Doch weisst du auch, welcher Kanal für dich am besten funktioniert?

In diesem Blogartikel erfährst du, wie die einzelnen Wahrnehmungskanäle deinen Alltag beeinflussen und wie du erkennst, welcher Wahrnehmungstyp du bist. Ausserdem verrate ich dir, wie du ganz leicht herausfinden kannst, über welchen Kanal dein Gegenüber die Umgebung am stärksten wahrnimmt und wie du dieses Wissen für die Zusammenarbeit mit deinem Team nutzen kannst.

Pro Tag prasseln unzählige Eindrücke auf uns ein…

Im Laufe eines Tages werden wir mit zahlreichen Informationen aus der Umwelt konfrontiert, die wir über unsere fünf Sinne wahrnehmen. Dies geschieht in der Regel völlig unbewusst. Doch im Hintergrund arbeitet unser Gehirn fast ununterbrochen, um die Eindrücke zu entschlüsseln.

Gehst du zum Beispiel mit einem Geschäftskunden zum Lunch, wird dein Hörsinn aktiviert. Gleichzeitig nimmst du deine Umgebung mit deinen Augen wahr, riechst und schmeckst das Essen. All diese Wahrnehmungen werden an das Gehirn weitergeleitet und dort miteinander verknüpft.

Doch obwohl fast alle Wahrnehmungskanäle regelmässig aktiv sind, hat sich unterbewusst jeder von uns einen oder zwei Sinne ausgesucht, die er am liebsten nutzt.

Kennst du deinen Lieblings-Wahrnehmungskanal?

Über welchen deiner Sinne nimmst du deine Umgebung am liebsten wahr? Wie prägst du dir Dinge am besten ein?

Ich habe zum Beispiel bemerkt, dass ich einen sehr feinen Geruchssinn habe. Ich rieche Dinge, die andere häufig gar nicht wahrnehmen. Dafür funktioniert mein Sehsinn nicht so gut. Denn um einwandfrei sehen zu können, bin ich auf Kontaktlinsen bzw. meine Brille angewiesen.

Ausserdem lerne ich sehr gut durchs Zuhören – am besten in Kombination mit einer Präsentation (also visueller Untermalung) und dem Ausprobieren bzw. Anwenden direkt im Anschluss. Denn beim Ausprobieren verstehe ich das Gelernte erst richtig.

Der visuelle Wahrnehmungstyp

Der visuelle Wahrnehmungstyp nimmt die Informationen bevorzugt über die Augen auf. Darin finde ich mich zum Teil wieder.

Wenn ich zum Beispiel in einer mir unbekannten Gegend unterwegs bin, fokussiere ich mich ganz bewusst auf meine Umgebung, um später den Weg zurück zu finden. Das funktioniert am einfachsten, indem ich mir Besonderheiten einpräge. Ein Haus, das etwas Spezielles an sich hat. Eine grosse Wiese, auf der ein Pferd steht… 

An diesen Bildern (z.B. Objekte, Bewegungen, Formen, Farben) orientiere ich mich auf dem Rückweg. Wenn mich jedoch jemand bitten würde, ihm den genauen Weg zu beschreiben, wäre ich vollkommen aufgeschmissen.

Der auditive Wahrnehmungstyp

Der auditive Wahrnehmungstyp nimmt die Informationen bevorzugt über die Ohren auf. Dieser Typ ist häufig ein sehr guter aktiver Zuhörer, der den Gesprächen ohne Probleme folgen kann. Ausserdem liebt er Hörbücher und lernt am besten, indem er sich den Lernstoff laut vorliest.

Nicht-auditive Wahrnehmungstypen erkennst du meist daran, dass es ihnen schwer fällt, über längere Zeit aufmerksam zuzuhören. Sie schweifen schnell ab und wirken unkonzentriert.

Der kinästhetische Wahrnehmungstyp

Der kinästhetische Wahrnehmungstyp nimmt die Informationen bevorzugt über das Fühlen auf. Er lernt besonders leicht, indem er Dinge ausprobiert, anstatt stundenlang einem Vortrag zu lauschen oder sich eine Präsentation anzusehen.

Falls du solche Personen in deinem Team hast, achte darauf, dass sie das Gelernte am besten direkt ausprobieren können, da sie sonst schnell die Motivation verlieren können.

Wie du den Wahrnehmungstyp deiner Mitarbeiter*innen erkennst

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass sich deine Mitarbeiter*innen auf ganz unterschiedliche Weise ausdrücken und verhalten?

Hierbei spielt der Wahrnehmungstyp eine essentielle Rolle.

  • Die Visuellen sprechen oft laut, schnell und gestikulieren viel. Die Schnelligkeit ihrer Sprache spiegelt sich auch in der Körpersprache wider. Visuelle gehen meist mit grossen, energischen Schritten, drehen Kopf und Körper zügig und bewegen ihre Augen schnell. Die Inhalte, über die sie sprechen, handeln häufig von Visionen und Bildern. 

  • Die Auditiven reden dagegen in einem leisen, monotonen Sington. Dabei drehen sie ihrem Gesprächspartner oft ein Ohr zu und suchen seltener den direkten Augenkontakt. Die Körpersprache von Auditiven ist reduziert, ihr Gang ist ruhig und bedächtig. In ihrer Sprache kommen häufig Inhalte vor, die mit dem Hören zu tun haben. Zum Beispiel: „Ich bin ganz Ohr. Ich höre dir zu.“ 

  • Die Kinästheten sprechen meist sanft und überlegen eine Weile, bevor sie etwas sagen. Ihre Gangart ist ebenfalls eher langsam und bedacht. In ihrer Sprache finden sich viele Redewendungen und Wörter, die mit Gefühlen zu tun haben. Zum Beispiel: „Ich habe ein gutes Gefühl dabei.“ oder „Ich fühle mich dabei nicht wohl“. Manche Kinästheten suchen im Gespräch (unbewusst) die Berührung.

Eine Übung, um deine eigene Wahrnehmung zu verbessern

All das theoretische Wissen bringt dir nur wenig, wenn du es nicht anwendest. Deshalb bekommst du von mir eine kleine Übung, mit der du dein Wahrnehmungsvermögen verbessern und deine Sinne schärfen kannst.

Mach dir hierfür erst einmal bewusst, dass du fünf Sinne besitzt, über die du deine Umgebung sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken kannst. Ist das nicht wunderbar?

Nachdem du das verinnerlicht hast, begib dich nach draussen, um die einzelnen Sinne bei einem kurzen Spaziergang gezielt anzusteuern. Dabei ist es ganz egal, ob du gerade mitten in der Stadt bist, auf dem Land, am Wasser, in den Bergen,…

Nimm dir für diese Aufgabe 20-30 Minuten Zeit und schenke jedem deiner Sinne nach und nach deine Aufmerksamkeit. Nimm dabei wahr, was diese Übung mit dir macht und lass dich einfach treiben. 

Fazit

In diesem Blogartikel hast du erfahren, dass

  • es fünf grundlegende Wahrnehmungskanäle gibt, über die wir unsere Umgebung wahrnehmen 
  • sich unterbewusst jeder von uns einen oder zwei Kanäle ausgesucht hat, die er am liebsten nutzt
  • die Art, wie wir die Welt wahrnehmen, einen grossen Einfluss auf unser Lernverhalten und unsere Kommunikation im Alltag hat
  • es bestimmte Eigenschaften gibt, an denen du schnell erkennen kannst, welchen Wahrnehmungstyp du gerade vor dir hast
  • du die Kommunikation mit deinen Mitarbeiter*innen erheblich verbessern kannst, wenn du berücksichtigst, wie sie ihre Umgebung am liebsten wahrnehmen

Ich wünsche dir viel Spass mit dieser Übung und spannende Erkenntnisse über die Kommunikation zwischen dir und deinem Team.

Aufmerksame Grüsse

Deine Sonja

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